Private Altersvorsorge
Die Rentenlücke schließen — planbar, Schritt für Schritt.
Die gesetzliche Rente allein hält den gewohnten Lebensstandard im Alter meist nicht. Hier erklären wir ehrlich, wie groß die Lücke ist, welche drei Wege es gibt, sie zu schließen, und worauf es bei jedem ankommt — Förderung, Steuer und die Haken.
Die zweite Halbzeit — nur weiß keiner, wie lange sie dauert
Was gesetzlich gesichert ist, und was du im Alter wirklich brauchst
Zwischen dem, was die gesetzliche Rente sichert, und dem, was den gewohnten Lebensstandard trägt, klafft eine planbare Lücke. Sie zu kennen ist der erste Schritt, sie zu schließen.
≥ 48 %
Mindest-Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente, bezogen auf den Durchschnittsverdienst (§ 154 SGB VI).
60–75 %
übliches Versorgungsziel, bezogen auf das heutige Bruttoeinkommen. Die Differenz ist deine Rentenlücke.
Versorgungsziel als Orientierung aus der Vorsorge-Beratung; Sicherungsniveau gesetzlich festgeschrieben. deine eigene Lücke im Bedarfscheck einordnen →
Ein einfaches Bild: die drei Schichten
Seit der Rentenreform ordnet sich die Altersvorsorge in drei Schichten — von der fest gebundenen Basis bis zur frei verfügbaren privaten Vorsorge. Jede hat ihre eigene Förder- und Steuerlogik.
Basisversorgung
Die Grundlage fürs AlterDie gesetzliche Rente und, für zusätzlichen Aufbau, die Basisrente (Rürup). Beiträge sind steuerlich begünstigt; dafür ist das Kapital fest fürs Alter gebunden und wird als lebenslange Rente ausgezahlt.
Beiträge bis zum Höchstbetrag absetzbar (§ 10 EStG), Auszahlung nachgelagert versteuert (§ 22 EStG).
- Gesetzliche Rente
- Basisrente (Rürup)
Geförderte Zusatzversorgung
Mit Zuschuss von Staat oder ArbeitgeberDie betriebliche Altersvorsorge (inkl. Direktversicherung) und die Riester-Rente. Hier gibt es Zulagen oder Zuschüsse — vom Arbeitgeber oder vom Staat —, dafür sind die Verträge stärker an Bedingungen geknüpft.
Förderung in der Ansparphase, nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlung (§ 22 EStG).
Private Vorsorge
Flexibel und frei verfügbarPrivate Renten- und fondsgebundene Verträge, Sofortrente, Vermögensaufbau mit Fonds und Bausparen. Am flexibelsten — keine Förderung, dafür freie Verfügung und Vererbbarkeit. Eine private Rentenversicherung zahlt dir eine Rente, solange du lebst – auch wenn du sehr alt wirst. Wie hoch sie garantiert ist, hängt vom Tarif ab.¹
Erträge nur mit dem Ertragsanteil besteuert (§ 22 EStG), bei langlaufenden Verträgen hälftige Besteuerung möglich (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG).
Die einzelnen Wege bekommen jeweils eine eigene, ausführliche Seite. Verlinkt ist, was schon fertig ist — den Rest gehen wir im Gespräch durch.
¹ Lebenslange Rente: Leibrente im Sinne von § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a EStG. Garantierte Rentenhöhe, Rentenfaktor und Überschussbeteiligung stehen in Tarif und Versicherungsbedingungen des jeweiligen Vertrags. Stand 18.10.2026.
So finden wir deinen Weg
- Versorgungsziel bestimmen
Als Orientierung gelten rund 60 bis 75 Prozent des heutigen Bruttoeinkommens, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Wir halten dein persönliches Ziel fest.
- Lücke beziffern
Wir stellen der voraussichtlichen gesetzlichen Rente dein Versorgungsziel gegenüber. Die Differenz ist deine Rentenlücke — konkret in Euro, nicht als Gefühl.
- Schichten priorisieren
Je nach Einkommen, Förderung und Flexibilitätswunsch entscheiden wir, welche Schicht zuerst gefüllt wird. Nicht jeder braucht jede Schicht.
- Langfristig begleiten
Einkommen, Familie und Gesetze ändern sich. Wir passen den Plan an, statt ihn einmal abzuschließen und liegen zu lassen.
Steuer und Recht, kurz eingeordnet
Warum die Altersvorsorge steuerlich überhaupt gefördert wird und was das für die Auszahlung bedeutet — die vier wichtigsten Punkte, jeweils mit Fundstelle.
- Das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente ist auf mindestens 48 % festgeschrieben, der Beitragssatz bis 2030 auf höchstens 22 % gedeckelt. § 154 SGB VI
- Schicht 1 (Basisversorgung): Beiträge sind bis zum Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar — seit 2023 zu 100 %. § 10 EStG
- Nachgelagerte Besteuerung: Was in Schicht 1 und 2 begünstigt aufgebaut wird, ist in der Auszahlung als Rente zu versteuern. § 22 Nr. 1 EStG
- Private Rentenversicherung (Schicht 3): Bei Auszahlung nach mindestens 12 Jahren Laufzeit und ab Alter 62 wird nur die Hälfte der Erträge besteuert. § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG
Ehrlich: Vorteile und Nachteile privater Vorsorge
Dafür spricht
- Schließt die planbare Lücke zwischen gesetzlicher Rente und Lebensstandard
- Zeit als stärkster Hebel: früh begonnen, arbeitet der Zinseszins für dich
- Je nach Schicht Förderung durch Staat oder Arbeitgeber
- Eine Rentenversicherung zahlt lebenslang — wie hoch garantiert, steht laut Tarif und Bedingungen im Vertrag
Das musst du wissen
- Geförderte Verträge (Schicht 1 & 2) binden das Kapital fest fürs Alter — kaum flexibel verfügbar
- Die Auszahlung wird nachgelagert versteuert, teils fallen Kranken- und Pflegebeiträge an
- Fondsgebundene Verträge schwanken; hohe Garantien wiederum kosten Rendite
- Prognostizierte Wertentwicklungen sind Annahmen, keine Zusage
Welche Schicht — oder welche Mischung — zu dir passt, hängt von Einkommen, Arbeitgeber, Familie und deinem Wunsch nach Flexibilität ab. Genau das rechnen wir gemeinsam durch, mit Förderung, Steuer und den unbequemen Punkten.
Häufige Fragen zur Altersvorsorge
Wie groß ist die Rentenlücke?
Das gesetzliche Sicherungsniveau ist auf mindestens 48 Prozent des Durchschnittsverdienstes festgeschrieben (§ 154 SGB VI). Wer im Alter 60 bis 75 Prozent seines Einkommens braucht, hat also planbar eine Lücke — wie groß, rechnen wir gemeinsam aus.
Warum ist früh anfangen so wichtig?
Wegen des Zinseszinseffekts: Je länger das Kapital arbeitet, desto größer der Endbetrag bei gleichem monatlichem Aufwand. Zeit ist bei der Altersvorsorge der wirksamste Hebel — wirksamer als die Höhe des Beitrags.
Welche Schicht ist die richtige für mich?
Das hängt von Einkommen, Arbeitgeber, Familie und davon ab, wie flexibel du bleiben willst. Basisrente lohnt sich vor allem bei hoher Steuerlast, die bAV bei Arbeitgeberzuschuss, private Verträge bei Wunsch nach Flexibilität. Meist ist es eine Kombination.
Klassisch oder fondsgebunden?
Klassische Verträge bieten Garantien bei geringerer Renditechance, fondsgebundene mehr Ertragspotenzial bei höherem Schwankungsrisiko. Hohe Garantien kosten Rendite — die Mischung richtet sich nach Zeithorizont und Risikoneigung.
Was passiert bei der Steuer im Alter?
In Schicht 1 und 2 wird die Auszahlung nachgelagert versteuert (§ 22 EStG) — dafür ist der Aufbau begünstigt. In Schicht 3 wird meist nur der Ertragsanteil besteuert. Der optimale Weg hängt von Einkommen und Lebenssituation ab.
Wie groß ist deine Rentenlücke?
Im Bedarfscheck ordnest du in wenigen Minuten ein, wo du stehst und welche Schicht zuerst zählt. Ohne Anmeldung.
Fragen zur Altersvorsorge?
Ruf Lion direkt an — gemeinsam sortieren wir, welcher Weg zu dir passt.
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