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Basisversorgung · Schicht 1

Basisrente (Rürup): den Staat als Sponsor.

Die Basisrente holt den höchsten Steuervorteil der privaten Vorsorge heraus — Beiträge sind voll absetzbar. Der Preis dafür ist die stärkste Bindung: kein Zugriff aufs Kapital, keine Kündigung, in der Grundform keine Vererbung. Hier erklären wir diesen Tausch ehrlich.

Warum die Basisrente so günstig gefördert ist

Ein klarer Tausch: höchste Förderung gegen stärkste Bindung

Der Staat fördert die Basisrente so stark, weil er im Gegenzug verlangt, dass das Geld wirklich der Rente dient — und nichts anderem. Beide Seiten dieses Tauschs gehören zusammen.

Was du bekommst

Voller Steuerabzug

Beiträge seit 2023 zu 100 % als Sonderausgaben absetzbar (§ 10 Abs. 3 EStG) — der höchste Fördereffekt der privaten Vorsorge.

Was du abgibst

Zugriff und Flexibilität

Nur lebenslange Rente, „nicht kapitalisierbar, nicht vererblich, nicht übertragbar“ (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG).

Beides steht wörtlich im Gesetz — deshalb ist die Basisrente kein Allrounder, sondern ein Spezialwerkzeug.

So funktioniert die Basisrente

  1. Einzahlen, laufend oder flexibel

    du zahlst in die Basisrente ein — als Selbstständige oft flexibel, um schwankende Einkommen abzubilden.

  2. Voll von der Steuer absetzen

    Die Beiträge sind bis zum gesetzlichen Höchstbetrag als Sonderausgaben absetzbar, seit 2023 zu 100 % (§ 10 Abs. 3 EStG). Das ist der Kern der Förderung.

  3. Steuererstattung erhalten

    Über die Steuererklärung kommt ein Teil der Beiträge zurück — je höher dein persönlicher Steuersatz, desto stärker wirkt der Effekt.

  4. Lebenslange Rente beziehen

    Ausgezahlt wird frühestens ab dem 62. Lebensjahr, ausschließlich als lebenslange Rente (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG) — nachgelagert versteuert (§ 22 EStG).

Steuer und Recht, gesetzlich belegt

Vier Punkte entscheiden über Förderung und Bindung — jeder mit seiner Fundstelle:

  • Voller Sonderausgabenabzug: Beiträge sind bis zum gesetzlichen Höchstbetrag (gekoppelt an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung) absetzbar — seit 2023 zu 100 %. § 10 Abs. 3 EStG
  • Strenge Bindung: Ausgezahlt wird nur als monatliche lebenslange Rente, frühestens ab 62; der Anspruch ist „nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar“. § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG
  • Nachgelagerte Besteuerung: Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente; ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 %. § 22 Nr. 1 EStG
  • Pfändungsschutz: Das für die Basisrente angesparte Kapital ist in gesetzlich definierten Grenzen vor Pfändung geschützt. § 851c ZPO

Für wen die Basisrente passt

Die Basisrente ist bewusst kein Produkt für jeden. dein Vorteil wirkt dort am stärksten, wo die Steuerlast hoch ist und andere geförderte Wege fehlen — vor allem bei Selbstständigen ohne Zugang zu bAV oder Riester und bei höheren Einkommen. Für Menschen, die Flexibilität, Kapitalzugriff oder Vererbbarkeit brauchen, ist eine andere Schicht oft besser. Genau das ordnen wir gemeinsam ein.

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Ehrlich: Vorteile und Nachteile

Häufige Fragen zur Basisrente

Für wen lohnt sich die Basisrente?

Vor allem für Selbstständige ohne Zugang zu bAV oder Riester und für Menschen mit hohem Einkommen und entsprechend hoher Steuerlast — dort wirkt der volle Sonderausgabenabzug am stärksten (§ 10 EStG). Die Verbraucherzentrale nennt genau diese Gruppe.

Kann ich mir das Kapital auch auszahlen lassen?

Nein. Die Basisrente darf gesetzlich nur als lebenslange Rente ausgezahlt werden; der Anspruch ist „nicht kapitalisierbar“ (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG). Eine Kapitalauszahlung wie bei der privaten Rentenversicherung gibt es nicht.

Ist die Basisrente vererbbar?

In der Grundform nicht — der Anspruch ist gesetzlich „nicht vererblich“ und „nicht übertragbar“ (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG). Eine Absicherung von Hinterbliebenen ist nur über vertragliche Zusatzbausteine möglich, die die Rente schmälern.

Kann ich den Vertrag kündigen?

Nein, eine Kündigung mit Auszahlung ist ausgeschlossen: Der Anspruch ist „nicht beleihbar, nicht veräußerbar“ (§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG). Du kannst Beiträge aussetzen oder ruhen lassen, aber nicht an das Kapital.

Wie wird die Rente später besteuert?

Nachgelagert: Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 % der Rente; ab Rentenbeginn 2058 sind es 100 % (§ 22 Nr. 1 EStG). Dafür ist die Ansparphase steuerlich stark begünstigt.

Lohnt sich Rürup bei deinem Steuersatz?

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